Freitagsfragen #39 | Freitags-Füller # 520

Freitagsfragen #39 | Freitags-Füller # 520

Freitagsfragen Frühling

Die Freitagsfragen gibt es bei Nickel. Meine Antworten sind fett.

1.) Kannst Du gut Gruppen anleiten? Ich kann gut erklären, wenn ich etwas verstanden habe, aber mein schlechtes Gehör macht mich sehr unsicher in Gruppensituationen. Also wohl eher nicht. 

2.) Schreibst Du Post- und Grußkarten? Immer seltener und nur an diejenigen, die offline leben. Mittlerweile verschicke und bekomme ich sogar virtuelle Grußkarten über Email. Tendenz also sinkend.

3.) Führst Du Tagebuch? Nicht mehr, aber ich blogge über das, was mir bemerkenswert erscheint.

4.) Die Qual der Wahl: Vom Osterhasen gebissen oder mit einem Ei beworfen werden? Ich kenne jemanden, der nach Tierbissen zweimal mit Blutvergiftung im Krankenhaus gekommen ist. Da nehme ich doch lieber das Ei, auch wenn es faul sein sollte. Das mag peinlich werden, ist aber ungefährlicher. 

Freitags-Füller # 520

Weil ich die Idee so schön finde, mache ich mit bei Barbaras

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Meine Ergänzungen sind fettgedruckt.

1. An meinen Füßen  mag ich nachts keine Socken haben.

2. Softeis , darauf hatte ich gestern so richtig Hunger.

3. Ostereier aus Schokolade  liebe ich vor allem mit Eierlikör gefüllt.

4.  Ich ärgere mich immer wieder über Mitmenschen, die sich rücksichtslos verhalten.

5.  Ostermontag  werden wir es wohl ruhig angehen lassen.

6. Nächste Woche renovieren wir die Terrasse , mal sehen, wie das wird.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein neues Kopfkissen , morgen habe ich geplant, die Sonne zu genießen und einzukaufen  und Sonntag möchte ich das erste Mal in diesem Jahr grillen!

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Sozialkontakte…

Sozialkontakte…

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…sind ein Teil meines Lebens, der von den Depressionen besonders betroffen ist.

Als ich nicht mehr arbeiten ging, merkte ich sehr schnell, dass mir das Zusammensein mit Kollegen fehlte. Dabei ging es weniger um tiefgreifende Gespräche, als um das alltägliche Miteinander – diese kleinen Bruchstücke des Lebens, die geteilt werden. „Geht es besser mit der Erkältung?“, „Wie läuft es mit dem Umzug?“, „Sind die Softwareprobleme gelöst?“ Täglich war ich Teil von einem gemeinsamen, großen Ganzen. Das fiel dann auf einmal weg.

Außerdem halten nicht viele Freundschaften eine langwierige, chronische Erkrankung aus. Ich bin auch sicherlich im Lauf der Jahre ein anderer Mensch geworden: Abgekämpft, müde und manchmal auch einfach traurig oder zynisch. Es kann sein, dass ich Treffen kurzfristig verschieben oder absagen muss, oder dass ich es nicht mehr schaffe, stundenlang zu telefonieren. Genau so wenig schaffe ich es, regelmäßig ein Hobby zu betreiben und dadurch neue Bekanntschaften zu knüpfen.

Und wenn es zu einem Treffen kommt, was soll ich aus meinem Leben erzählen? Was Sam beim Gassi gehen gemacht hat, wie die letzte Ergotherapie war? Das kann ziemlich uninteressant sein für gleichaltrige Menschen, deren Leben zum großen Teil aus Arbeit und/oder Familie besteht. Ich kann zuhören, aber nicht mehr von eigenen Erlebnissen berichten. Für mein Gegenüber gilt das Gleiche. Das braucht viel Toleranz von beiden Seiten.

Resultat: Nicht viele Beziehungen haben diese drastische Wende überlebt, die mein Leben vor fünf Jahren genommen hat. Allerdings sind in dieser Zeit auch neue Menschen in mein Leben gekommen, vor allem durch den Tierschutz und die Ergotherapiegruppen. Diese neuen Beziehungen stehen auf einer vollkommen anderen Basis, weil diese Menschen mein altes Ich nicht kennen gelernt haben. Ich profitiere dabei auch von meinem Mann, der mich immer wieder in das normale Leben mitzieht. Insofern ist mir nicht passiert, was vielen Menschen in meiner Situation passiert, die dann fast völlig aus dem Leben ausgeschlossen werden. Also, auch wenn ich die Beziehungen von früher manchmal sehr vermisse, geht es mir doch noch ziemlich gut.

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10 Dinge, für die ich in der letzten Woche dankbar war

10 Dinge, für die ich in der letzten Woche dankbar war

Hier mein Rückblick auf zehn Dinge, die in der letzen Woche gut gelaufen sind.

  • Ich hatte viel Rückenschmerzen, vielleicht, weil es so kalt war. Aber ich habe mich durchgebissen, und die wichtigen Dinge wurden erledigt.
  • Am Montag war bei der Ergotherapie neben meiner Therapeutin noch ein Therapeut in Ausbildung dabei, ein junger Mann. Es war sehr interessant, was er zu sagen hatte. Ich habe zugestimmt, meine nächste Einzelstunde bei ihm zu haben, weil meine normale Therapeutin an diesem Tag frei hat.
  • Dienstag fühlte ich mich sehr müde, und alles war mir zu viel. Aber die Hunde haben sich gut um mich gekümmert. Sie bringen mich immer zum Lächeln.
  • Weil Dienstag so hart war, war ich sehr froh dass mein Mittwoch ruhig war. Das war genau was ich brauchte.
  • Donnerstag hatte ich meinen monatlichen Termin bei der Podologin. Sie kümmert sich wirklich gut um ihre Patienten. Das ganze Personal bemüht sich immer, den Aufenthalt in der Praxis so angenehm wie möglich zu gestalten.
  • Habe ein Problem mit meiner Krankenversicherung geklärt. Die Frage war, ob die Kosten für mein TENS-Gerät weiterhin übernommen werden, oder ob ein anderes organisiert werden muss. Zum Glück kann ich mein aktuelles Gerät einfach behalten. Es hat ein paar Tage gedauert, zum zuständigen Sachbearbeiter durchzudringen, und jetzt fühle ich mich ruhiger.
  • Freitag morgen war ich zum Blutabnehmen. Es fällt mir oft schwer, mich an diese Termine zu halten, also bin ich froh, dass das erledigt ist. Die Ergebnisse bekomme ich dann diese Woche.
  • Ebenfalls am Freitag hatte ich den vorletzten Termin bei meinem Psychotherapeuten. Wir haben 2015 begonnen und vieles bearbeitet. Jetzt fühle ich mich aber bereit dazu, alleine weiter zu machen. Wir werden in Kontakt bleiben und uns einmal im Quartal weiterhin sehen.
  • Ich habe ein Rezept bei meiner Schmerzärztin abgeholt und bin sehr dankbar, dass das unkompliziert und schnell über die Bühne ging.
  • Weil die Woche so anstrengend war, war ich am Freitag Nachmittag extrem erleichtert, als ich mit dem Hausputz durch war. Hauptsache, alles erledigt.

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Freitagsfragen #38 | Freitags-Füller # 519

Freitagsfragen #38 | Freitags-Füller # 519

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Die Freitagsfragen gibt es bei Nickel. Meine Antworten sind fett.

1.) Gehst Du gerne in Museen? Im Moment nicht, weil ich mich nicht lange konzentrieren kann. Um das alles in mich aufnehmen zu können, muss mein Kopf schon ein paar Stunden dabei bleiben können.

2.) Sofern Du bei guter Gesundheit bist, wie möchtest Du im Rentenalter leben? Nicht viel anders als jetzt auch, mit meinem Mann und Tieren (vor allem natürlich Hunden und Katzen). Einfach mehr Zeit für alles haben wäre toll.

3.) Welche „kleinen Dinge“, Gefälligkeiten, Aufmerksamkeiten sind Dir in einer Partnerschaft wichtig und welche gibst Du? Ich finde Höflichkeit wichtig, also zum Beispiel ehrlich gemeinte „Bitte“ und „Danke“ nicht vergessen. Und daran versuche ich mich selber auch zu halten. Und gegenseitige Rücksicht auf die Gefühle der anderen Menschen nehmen.

4.) Die Wahl der Qual: Ins schwarze Loch fallen oder von der Erdkante rutschen? Oje, gefällt mir beides nicht. Ich riskiere das schwarze Loch, weil da noch viele Fragen offen sind. Was das von der Erdkante rutschen angeht sehe ich schwarz, denn mit der Schwerkraft bin ich bestens vertraut. 

Freitags-Füller # 519

Weil ich die Idee so schön finde, mache ich mit bei Barbaras

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Meine Ergänzungen sind fettgedruckt.

 

1. Ich muss unbedingt ein paar Kilo loswerden, die sich im Winter auf meine Hüften geschlichen haben.

2. Diese Extrapfunde nerven mich schon seit einiger Zeit.

3. Mein Lieblingsfrühstück am Wochenende ist selbst gebackenes Brot und Milchkaffee.

4.  Bei uns gibt es jetzt selbstgemachten Joghurt, bis auf weiteres.

5.  Es ist immer schön mit dem ganzen Rudel draußen den Elementen zu trotzen, aber Schnee im April ist hart.

6. Auf der Couch mit einem schönen Kaminfeuer, da bin ich jetzt, und da wäre ich jetzt gerne.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Katzenkuscheln, morgen habe ich geplant, mit vier Hunden und zwei anderen Menschen loszuziehen und Sonntag möchte ich mit meinen Eltern telefonieren!

Unfreiwillig offline

Unfreiwillig offline

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Gestern war ich auf dem Weg zur Ergotherapie. Die Busfahrt nutze ich normalerweise zum Surfen, texten, Musik hören… Mein Handy oder Tablet hat jedenfalls immer gut zu tun.

Ich stellte dann fest, dass der Handyakku nur noch bei etwas über 30% war, und ich wartete noch auf einen Anruf von der Krankenkasse. Besser also Akkuleistung sparen. Normalerweise habe ich für diesen Fall eine Powerbank dabei, aber die war leer.

Also blieb mir nur, die Finger vom Handy zu lassen. „Na, das kann ja langweilig werden“, dachte ich.

Der Bus kam, ich stieg ein, setzte mich und ließ meinen Gedanken freien Lauf. Mein Kopf ist ein unruhiger Ort, und irgendetwas findet sich immer. „Von wem war dieses Zitat noch gleich?“, „Hat S. auf meine Mail schon geantwortet?“, „Ich muss die geänderten Zeiten für die Ergotherapie im Kalender ändern!“. Diese Dinge konnte ich jetzt nicht so schnell erledigen wie sonst und musste sie mir merken. Das war ungewohnt und unangenehm.

Vieles ist dann auch direkt wieder in den schier endlosen Tiefen meines Gedächtnisses verschwunden. Aber ich vertraue darauf, dass Wichtiges schon wieder auftauchen wird 🙂

Fest steht, mein Gehirn kann sich noch prima mit sich selbst beschäftigen – es wurde ja schließlich auch noch offline in den Siebzigern groß. Aber wenn es darum geht, die Gedanken zu Ende zu bringen, habe ich mich doch schon sehr an die kurzfristig verfügbaren mobilen Lösungen gewöhnt.

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Frühling ohne Leben|abc-Etüden

Frühling ohne Leben|abc-Etüden

abc.etüden 2019 15+16 | 365tageasatzaday

Christiane lädt wieder ein zu den abc-Etüden, die Denkanstöße kommen dieses Mal von Vro jongliert.

Meine Mutter erzählte mir neulich von meiner Tante, die immer noch sehr an ihrem neuen Alltag zu knabbern hat, seit kurz vor Weihnachten ihr Mann nach über 50 gemeinsamen Jahren verstorben ist. Nachdem ich dann neulich noch von meinem Onkel geträumt habe, war klar worüber ich dieses Mal schreibe.

Der Frühling war tatsächlich da.

Sie stand am Fenster und sah in den Garten hinaus. Dort, wo sie im Herbst die Tulpenzwiebeln in die Erde versenkt hatte, zeigten sich grüne Stengel, die täglich größer wurden.

Im Herbst war ihr Mann noch bei ihr gewesen. Ja, er war schwer krank gewesen, ja, er hatte Schmerzen gehabt, aber er war hier gewesen, in diesem Haus, und sie konnten miteinander reden. Manchmal waren ihre Gespräche lang und ernst gewesen, manchmal kurzweilig und leicht, aber immer voller Liebe. Sie hatten beide gewusst, dass ihre Zeit zusammen dem Ende zuging, und sie hatten das Beste daraus gemacht.

Dann war der Winter gekommen und hatte ihren Mann mitgenommen. Nicht auf einmal, aber Stück für Stück. Es ging ihm jeden Tag ein bisschen schlechter, und irgendwann führte kein Weg mehr am Krankenhaus vorbei. Und da hatte sie eingesehen, dass sie ihn gehen lassen musste.

Dann war er gestorben, und seitdem wusste sie nicht mehr, wie sie weiter leben sollte. Aber die Welt hörte nicht auf, sich zu drehen. Weihnachten kam und ging, ein neues Jahr brach an, die Beerdigung fand statt, ihre Tochter feierte den ersten Geburtstag ohne ihren Vater. Und jetzt regte sich auch die Natur wieder. Ihr Mann aber würde nicht wieder auferstehen.

Sie seufzte und legte die Hand auf ihren Magen, in dem seit Monaten ein Stein zu liegen schien. Weitermachen sollte sie, hatte er gesagt, für ihre Tochter da sein. Sie versuchte es ja, aber es war so schwer. Alles diese neue Leben draußen schien sie ärgern zu wollen und zeigte ihr nur noch deutlicher, was sie verloren hatte.

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Freitags-Füller # 517

Freitags-Füller # 517

Weil ich die Idee so schön finde, mache ich mit bei Barbaras

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Meine Ergänzungen sind fettgedruckt.

1. Ich genieße Tee mehr als Kaffee.

2. Ostern ist für mich jedes Mal ein Zeichen, dass der Winter entgültig vorbei ist.

3. Das erste Grün draußen zeigt, wie stark die Natur ist.

4. Wenn ich einen Snack möchte, nehme ich üblicherweise etwas Süßes.

5. Bei meinem letzten Kinofilm, Lincoln, mußte ich mich mit Popcorn und Cola vollstopfen. Es war einfach unwiderstehlich lecker!

6. Wenn nur die Hündin unserer Freundin wieder auf die Beine kommt, die beiden hängen so sehr aneinander.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett, morgen habe ich geplant, zusammen mit meinem Mann einkaufen zu gehen und Sonntag möchte ich meinen Eltern telefonieren!