Schmerztherapie, Teil 2

Schmerztherapie, Teil 2

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Wenn sich nichts Grundlegendes ändert, finden die Termine in der Schmerzambulanz alle drei Monate statt. Am Anfang wird der Patient gebeten, auf einem Tablet-PC Fragen zu den Schmerzen zu beantworten. Wie schätzt der Patient die Schmerzen auf einer Skala von 0 bis 10 selber ein? Ist es ein dauerhafter Schmerz, oder gibt es Schmerzspitzen? Wie sehr werden Schlaf und Alltag vom Schmerz beeinträchtigt? Danach findet dann das eigentliche Arztgespräch statt. Durch das vorherige Beantworten der wichtigen Fragen im Vorfeld, kann das Gespräch abgekürzt werden.

Eigentlich wollte ich ja von den Fentanylpflastern wieder auf weniger starke Medikamente umsteigen. Meine Ärztin hat mir davon abgeraten, sie hat natürlich mit einem Blick erfasst, dass ich etwas durcheinander bin im Moment. Ihr Ratschlag ist, mit einer Umstellung der Medikamente zu warten, bis ich wieder stabiler bin und auch etwaige Absetzprobleme besser verkrafte. Ich soll aber dringend über einen Aufenthalt in einer psychosomatischen/tagesklinischen/stationären Klinik nachdenken und die Sache in Ordnung bringen, die mir anscheinend doch noch auf der Seele liegt.

In jedem Fall habe ich die Praxis wieder mit dem Gefühl verlassen, dort ein gutes Team gefunden zu haben. Ich hatte den Eindruck, dass mein Wohlergehen an erster Stelle steht, und dass auch die Seele berücksichtigt wird – meiner Erfahrung nach ist das nicht die Norm im Gesundheitssystem.

Wenn sich jetzt auch noch die anderen Probleme in Luft auflösen könnten…? Das passiert natürlich nicht. Während die Nebenwirkungen von Milnacipran allmählich nachlassen (zwei Stürze wegen dem Schwindel müssen reichen), warte ich immer noch auf die positiven Effekte.

Morgen ist jedenfalls erstmal Wellness angesagt, da geht es zum Friseur.

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3 Gedanken zu “Schmerztherapie, Teil 2

  1. das klingt doch ganz gut 🙂

    Meine stark verschlissenen Hüftgelenke sind entzündet
    und gestern konnte ich endlich meine Ärztin überzeugen,
    auf ein BTM-Rezept umzusteigen … um von den Schmerzen runterzukommen.
    Eine OP bringe ich in diesem Jahr nämlich nicht mehr unter
    und – ehrlich gesagt – gruselt es mich auch davor,
    seit ich so viele PatientInnen begleitet habe im KH,
    die Komplikationen hatten 😦
    Liebe Grüße und baldige Schmerzfreiheit wünsche ich Dir,
    Hiltrud

    Gefällt 1 Person

    1. Genau, ohne Schmerzen kann man durchschnaufen und die Welt sieht wieder viel besser aus. Ich finde, Opiate werden zu Unrecht verteufelt. Richtig angewendet sind sie wunderbare Helfer, Missbrauch macht sie gefährlich.

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