Freitags-Füller # 502

Freitags-Füller # 502

Weil ich die Idee so schön finde, mache ich mit bei Barbaras

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Meine Ergänzungen sind fettgedruckt.

1.  Diese Woche ist mir eingefallen, dass schon zehn Wochen seit meinem stationären Aufenthalt vergangen sind. Seitdem habe ich hart weiter an mir gearbeitet, aber es lohnt sich!

2.  Dieses Jahr war ich auf keinem Weihnachtsmarkt. Nicht, weil ich Angst vor Terroranschlägen habe, einfach, weil ich das Gefühl habe, schon alles gesehen zu haben.

3.  Um die Wahrheit zu sagen, brauche ich manchmal ganz schön viel Mut.

4.  Kuschelige, dicke Socken und gefütterte Stiefel sind – egal, wie es aussieht – sind mein Rezept für warme Füße.

5.  Ich halte viel von Tierschutz, aber das weiß jeder, der mich kennt ;-).

6.  Montag kommt wahrscheinlich wieder ein Stück mehr Leben in das Aquarium im Wohnzimmer, dann werden Garnelen eingesetzt.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein warmes Feuer im Kamin , morgen habe ich geplant, mit den Hunden der Kälte zu trotzen  und Sonntag möchte ich mit meinen Eltern telefonieren !

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Depressionen und Zeitgefühl

Depressionen und Zeitgefühl

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Als ich mich neulich um unseren Papierkram gekümmert habe, ist mir aufgefallen, wie sehr die Depressionen im vergangenen Jahr mein Zeitgefühl verändert haben.

Ich habe wenigstens die ganzen Belege in einem Vorsortierordner gesammelt, sie dann aber auch ein ganzes Jahr (!) nicht mehr angefasst. Mir war nicht bewusst, dass es so lange her ist, aber die Beweise sind eindeutig. Wir hatten großes Glück, dass in dieser Zeit nichts wirklich Schlimmes passiert ist – das Blödeste war, dass ich die Steuervorauszahlungen an das Finanzamt vergessen habe, und das war mit der Zahlung einer Gebühr erledigt. Ansonsten wurden alle Rechnungen bezahlt, alle Lastschriften eingelöst und die Konten waren immer im grünen Bereich. Notfalls hat mein Mann mich eben ordentlich angestupst. Ich kenne Menschen, denen das alles während der Depressionen völlig entglitten ist.

Als es mir schlecht ging, gingen alle Tage in einem Einheitsbrei vorbei, der mehr oder weniger dunkelgrau war. Es fällt mir rückblickend sehr schwer, mich an Ereignisse wirklich zu erinnern und sie nicht nur vom Kalender abzulesen.

Jetzt ist alles anders, nicht immer rosarot, aber immerhin bunter. Trotzdem kommt es mir so vor, als hätte ich ein Jahr im Nebel der Depressionen verloren. Als ob es Zeiten gibt, in denen in ich nicht wirklich gelebt habe.

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10 Dinge, für die ich in der letzten Woche dankbar war

10 Dinge, für die ich in der letzten Woche dankbar war

Spät, aber doch mein Rückblick auf zehn Dinge, die in der letzen Woche gut gelaufen sind.

  • Eine weitere Woche, in der ich meine neuen Abläufe beibehalten habe. Dafür bin ich sehr dankbar!
  • Die Arbeiten im Haushalt sind mir letzte Woche etwas leichter gefallen. Ich hoffe, das wird noch besser, aber ich habe mich weniger angespannt und überfordert gefühlt.
  • Ich habe meinen eigenen Rhythmus gefunden, wenn ich mit den Hunden spazieren gehe oder im Haushalt arbeite, also habe ich damit aufgehört, dauernd auf die Uhr zu schauen. Das macht es nicht einfacher und lässt meinen Rücken nicht weniger schmerzen, aber es senkt meinen Stresspegel gehörig.
  • Samstag war mein Mann ohne mich mit den Hunden draußen, weil noch Paketsendungen angekündigt waren. Zuerst war ich ein bisschen geknickt, weil ich keine Zeit mit meinem Rudel verbringen konnte. Aber dann nutzte ich die Gelegenheit, unseren liegen gebliebenen Schriftkram so sortieren, meine Arztberichte zu scannen, und so weiter. Ich bin noch nicht fertig, aber vieles ist jetzt erledigt.
  • Ich muss zugeben, dass sehr viel Papierkram liegen geblieben war… Also bin ich sehr dankbar, dass nichts wirklich Schlimmes passiert ist in der Zeit, wo ich mich nicht darum gekümmert habe. Das kann übel nach hinten losgehen.
  • Wo ich schon mal dabei war, habe ich auch schon mit der Vorbereitung der Steuererklärung begonnen, die ich nächsten Februar oder März in Angriff nehmen möchte. Spätestens dann werde ich dankbar dafür sein!
  • Gestern ist einer unserer Hunde – Sam – mit einem anderen Hund heftig aneinander geraten. Es war wirklich übel, und wir konnten nicht sofort für Ordnung sorgen. Ich bin froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist.
  • Die letzte Woche war ruhig, und das habe ich sehr genossen. Ich brauchte diese Zeit für mich.
  • Mein Mann hat neue Pflanzen für das Aquarium in unserem Wohnzimmer besorgt. Hoffentlich werden sie schnell wachsen. Aber schon jetzt sieht alles sehr viel freundlicher aus.
  • Es hat ganz ordentlich geregnet, und es ist schön zu sehen, wie die kleinen Bäche im Wald sich nach den langen, trockenen Monaten wieder mit Wasser füllen.
Freitags-Füller # 501

Freitags-Füller # 501

Weil ich die Idee so schön finde, mache ich mit bei Barbaras

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Meine Ergänzungen sind fettgedruckt.

1.  Im Allgemeinen habe ich kein Problem mit niedrigen Temperaturen. Aber wenn es nasskalt wird, packe ich mich lieber warm ein.

2.   In der Familie meines Mannes gibt es keine Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr. Wie auch im letzten Jahr, werden alle statt Geschenken nächstes Jahr zusammen weg fahren. 

3. Bei diesem Wetter brauche ich jeden Tag einen schönen warmen Latte Macchiato zum Frühstück.

4.   Letzte  Woche habe ich mit meiner Freundin und ihrer Tochter Plätzchen gebacken, das erinnert mich sehr an Weihnachten in meiner Kindheit .

5.   Mein Auto… ich habe gar kein Auto. Wenn ich eines brauche, miete ich eines bei einem Autoverleih.

6.     Die Zeit mit unseren Tieren vergeht immer zu schnell !

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein gemütliches Feuer im Kamin , morgen habe ich geplant, lange mit den Hunden spazieren zu gehen  und Sonntag möchte ich mal wieder in der Sauna richtig warm werden!

Akzeptanz…

Akzeptanz…

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…spielt eine wichtige Rolle im Umgang mit den Widrigkeiten des Lebens. Akzeptanz ist aber auch eine meiner größten Herausforderungen. Ich bin niemand, der das Leben einfach hinnimmt wie es ist.

In den letzten Tagen habe ich mir vorgenommen, endlich mit dem Aussortieren meiner Kleidung fertig zu werden. Wie oben zu sehen, gab es noch eine Menge Sachen, von denen ich mir eingestehen musste, dass ich sie nie wieder anziehen werde. Sei es, weil sie mir nicht mehr passen, oder weil ich keine Gelegenheit mehr haben werde sie anzuziehen. Alles war noch gut erhalten und ging in die Altkleidersammlung.

Ich hatte gehofft, es würde sich ein großes Gefühl der Erleichterung einstellen. Stattdessen stürzte ich in ein Tal von Traurigkeit, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Ich war traurig, weil ich mich nie wieder morgens hübsch zurecht machen und in ein Büro fahren werde. Ich war verzweifelt, weil ich mich durch meine körperlichen und seelischen Beschwerden sehr eingeschränkt fühle. Ich war hoffnungslos, weil ich mich im Moment nur immer von einem Tag zum nächsten hangele.

Mit diesen Dingen werde ich mich in der nächsten Zeit noch genauer auseinander setzen müssen und hoffentlich ein Stück weit Frieden mit mir schließen können. Aber das Wichtigste: Der Alltag läuft weiter. Ich gehe weiter mit den Hunden spazieren, erledige den Haushalt und gehe zu den Therapien. Das gibt mir Halt.

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Was bleibt | abc-Etüden

Was bleibt | abc-Etüden

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Christiane lädt wieder ein zu den abc-Etüden, die Ideen kommen dieses Mal von Elke H. Speidel.

Meine Großmutter ist am Tag vor Heiligabend im Dezember 2000 verstorben. Wir wussten, dass sie Krebs und nicht mehr lange zu leben hat, aber irgendwie kommt das Ende immer überraschend.

Es dauerte zwei Wochen, bis die Einäscherung erfolgt war und die Beerdigung stattfinden konnte. Das neue Jahr hatte bereits begonnen, aber es war immer noch winterlich kalt, als wir uns alle unter einem kahlen, blattlosen Winterbaum versammelten, um ihr die letzte Ehre zu erweisen.

Wir hatten kein besonders enges Verhältnis zu der Mutter meines Vaters gehabt, und doch liefen mir die Tränen über das Gesicht, als wir am Grab meines Großvaters standen. Dort hatte sie immer ihre letzte Ruhe hatte finden wollen. Es war nasskalt, und die Mäntel lagen schwer von Regen auf unseren Schultern. Der Himmel weinte mit mir.

Oma war im letzten Jahr in das Betreute Wohnen eines örtlichen Altenheimes umgezogen. Sie hatte dort Kontakt zu vielen Mitbewohnern gefunden und war sehr beliebt gewesen. Das hatten wir nicht gewusst, wie so vieles aus ihrem Leben.

Diese Frau hatte in meinem Leben nie eine bedeutende Rolle gespielt, und doch hatten wir viel gemeinsam: Wir liebten das Essen, wir nahmen beide das Leben eher schwer als leicht, und bei uns beiden war im vergangenen Jahr Krebs diagnostiziert worden. Ich fühlte mich schuldig, überlebt zu haben, und konnte an ihrem Grab nicht umhin, vergangenen Möglichkeiten nachtrauern zu müssen.

Es dauerte ein paar Wochen, bis ich meine Gefühle wieder geordnet hatte. Für meine Oma und mich war es zu spät, aber seitdem bin ich sehr viel aufmerksamer geworden – mit mir selber und anderen. Das ist ihr Vermächtnis an mich. Ich werde es hoffentlich immer in Ehren halten.

Optimierungsbedarf

Optimierungsbedarf

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Die letzte Woche war nicht schlecht, aber ich habe mir einfach zu viel vorgenommen. Dienstag und Donnerstag hatte ich mehrere Termine und hatte kaum Zeit zum Durchschnnaufen.

Montag und Mittwoch hatte ich damit zu tun, im Haushalt vorzuarbeiten. Es ist mir wichtig, dass meine Arbeit erledigt ist, sonst geht mir das nicht aus dem Kopf.

Samstag haben wir beim Aufbau für das Tierheimfest mitgeholfen und ich habe noch einen Kuchen gebacken, den wir gespendet haben. Zwischendrin waren wir noch mit den Hunden lange spazieren.

Sonntag waren wir wieder mit den Hunden spazieren, haben beim Tierheimfest vorbei geschaut und damit angefangen, das Aquarium im Wohnzimmer sauber zu machen. Am Nachmittag war ich dann so fertig, dass der sprichwörtliche Tropfen das Fass zum Überlaufen brachte und ich in Tränen ausbrach.

Diese Woche ist etwas ruhiger, und das habe ich gebraucht, um meine Akkus zumindest wieder etwas aufzuladen. Morgen besuche ich eine Freundin, wir wollen zusammen Weihnachtsgebäck machen. Am Nachmittag ist dann noch Ergotherapie, zum Glück die Entspannungsgruppe.

Ich muss noch lernen, meine Termine besser zu organisieren. Es ist gut, dass mein Pflichtprogramm funktioniert hat, aber die Zeit für mich (zum Beispiel für das Bloggen) ist auf der Strecke geblieben. Das geht nicht für eine längere Zeit gut, daran wurde ich wieder erinnert. Gut, dass es die täglichen Spaziergänge mit unseren Hunden gab, da habe ich immer etwas entspannen können.

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