Freitagsfragen #5

Freitagsfragen #5

Die Freitagsfragen gibt es bei Nickel. Meine Antworten sind grün.

1.) Du wirst ab jetzt bei Vollmond zu einem Tier, aber nicht zu einem Werwolf. In welches Tier verwandelst Du Dich? Das erste Mal in eine Katze, weil ich immer schon mal wissen wollte, was Katzen nachts so unternehmen. Das zweite Mal in einen Hund, dann würde ich durch die Wälder streifen und das Nachtleben von Rotwild, Wildschwein und Co. beobachten. Danach mal sehen… gibt viele nachtaktive interessante Tiere. 

2.) Räumst Du gerne auf? Aufräumen selber mag ich gar nicht, aber ich liebe das Ergebnis. Macht das Sinn?

3.) Schöner Job mit kleinem Gehalt oder furchtbarer Job mit guter Bezahlung? Tja, diese Frage habe ich in diesem Leben schon beantwortet: Schöner Job mit kleinem Gehalt. Aber ich konnte mir meine Moral dank des zweiten Gehaltes meines Mannes auch leisten. Deswegen würde ich niemandem verübeln, die andere Variante zu wählen. 

4.) Die Wahl der Qual: Eine Woche lang klebrige Hände gegen die nichts hilft oder Juckreiz? Meine Erfahrung (Windpocken, Allergien) hat mich gelehrt, dass ich mit Juckreiz sehr schlecht umgehen kann. Also lieber klebrige Hände, auch wenn es wahrscheinlich eine ziemlich eklige Zeit werden dürfte 🙂

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Freitags-Füller #470

Freitags-Füller #470

Weil ich die Idee so schön finde, mache ich mit bei Barbaras

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Meine Ergänzungen sind fett gedruckt.

1. Anrufbeantworter mag ich nicht, wenn ich selber darauf eine Nachricht hinterlassen soll. Andererseits sind sie eine prima Erfindung, weil sie immer erreichbar sind und ihre Botschaften bearbeitet werden können, wann es am besten passt.

2. Der beste Erdbeerkuchen wird von meiner Mutter gebacken.

3. Es ist noch ein merkwürdiger Traum von meinem Nickerchen übrig.

4. Wenn ich müde werde, bin ich ziemlich unleidlich.

5. Neulich habe ich bei meiner Hausbank zehn Minuten in der Warteschleife zugebracht, wenigstens war die Musik nett .

6. In unserem Land sind wir momentan wirklich sonnenverwöhnt.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett, morgen habe ich geplant, noch einmal die Sonne zu genießen und Sonntag möchte ich mit meinen Eltern telefonieren!

Gedanken zum Tierschutz, Teil 5

Gedanken zum Tierschutz, Teil 5

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Noch ein paar Gedanken, die von meinem englischsprachigen Blog und der AtoZ-Challenge zum Thema Tiere angestoßen wurden.

Oft erscheint mir unser Engagement im Tierschutz so sinnlos wie der sprichwörtliche Kampf gegen Windmühlenflügel. Da weine ich über jedes alte Tier, das im Tierheim stirbt anstatt im Kreis einer liebevollen Familie. Da treibt mir jede Geschichte über ein weiteres Haustier, das im Tierheim abgegeben wird weil es einfach nur noch eine Last ist, die Tränen in die Augen. Ich werde wütend, wenn Tiere nur zum Geldverdienen benutzt werden.

Und doch ist da dieser Teil in mir, der sich hartnäckig weigert aufzugeben und zynisch zu werden. Wie könnte es auch anders sein? Unsere Tiere geben mir so viel Liebe. Tiere aus dem Tierheim finden ein neues Zuhause, wo sie bis zu ihrem Lebensende glücklich leben. Wir haben selber Tiere aus dem Tierschutz. Wir haben viele Menschen kennen gelernt, die die gleichen Ziele verfolgen.

Deshalb mache ich weiter und versuche, die Welt ein bisschen besser zu machen. Unser Zuhause ist unser Zufluchtsort in einer Welt voller Ignoranz und Wegschauen. Es gibt viele dieser kleinen Inseln – ich hoffen, sie werden immer mehr und verändern die Welt zum Besseren.

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Wellensittiche

Wellensittiche

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Heute habe ich auf meinem englischsprachigen Blog von meinen Wellensittichen berichtet. Meine Eltern waren sehr zurückhaltend in Hinsicht auf Haustiere, aber wir einigten uns auf einen Wellensittich. Das blieb lange so – als ich mit meinem jetzigen Mann zusammenzog brachte ich einen Wellensittich mit, und er zwei Wellensittiche und einen Nymphensittich. Sie haben unsere erste Wohnung, ein dunkles, kleines Loch, soviel heller und freundlicher gemacht.

Aber vor allem ein Erlebnis wird mir im Zusammenhang mit Wellensittichen in Erinnerung bleiben: Das Erdbeben vom 13. April 1992. Das war auch in Köln, wo ich damals lebte, deutlich zu spüren.

Ich wurde um kurz nach drei Uhr morgens wach und fragte mich, was mich geweckt hatte. Mein Gefühl sagte mir, das irgendetwas nicht stimmte, aber ich kam nicht dahinter, was. Dann flippte der Wellensittich in seinem Käfig neben meinem Bett aus. Während ich noch darüber nachdachte, was das bedeutete, knirschte es im Mauerwerk… und dann bebte die Erde. Wir hatten Glück, uns entstand keinerlei Schaden.

Aber seitdem beobachte ich das Verhalten meiner Tiere ganz genau. Sie haben so feine Sinne, ganz sicher können wir von ihnen lernen.

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Ballast abwerfen

Ballast abwerfen

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Seit ein paar Wochen hat mich ein Entrümpel-Virus gepackt. Immer wieder finde ich Sachen, die ich nicht mehr behalten will. Das geht sogar so weit, dass mir manche Dinge wirkliches Unbehagen bereitet haben. Also habe ich diesem inneren Drang nachgegeben, säckeweise Kleidung in die Altkleidersammlung gebracht, Kaputtes zum Sperrmüll angemeldet und nicht mehr Benötigtes verschenkt.

Manchmal hat es sehr weh getan, manchmal war es leicht, aber immer hat es sich gut angefühlt, wenn es weg war. Aber das Weggeben war der einfache Teil.

Hinter den wirklichen Grund für meine Aufräumwut zu kommen, war schon schwieriger.

Irgendwann habe ich es dann verstanden. Viele Sachen oder Kleidungsstücke habe ich mit dem Hintergedanken gekauft „Irgendwann mal kann ich das brauchen, wenn…

  • wenn ich endlich die zehn Kilo abgenommen habe, die mich schon immer stören, passt auch dieses Kleid.
  • wenn ich mal diese bestimmte Maltechnik ausprobiere – auch, wenn mir die Materialien schon Unbehagen bereiten.
  • wenn das kaputt geht, habe ich wenigstens direkt Ersatz.

Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Aber ich habe mich verändert in der letzten Zeit. Ich will nicht mehr Rücksicht auf etwas nehmen, dass vielleicht einmal eintreten wird, oder von dem mein Gefühl mir sagt, dass ich es eigentlich nicht möchte. Zwänge gibt es genug, noch mehr brauche ich nicht.

Ich will mehr in der Gegenwart leben. Wenn ich wirklich mal zehn Kilo abnehme, dann werde ich mich damit beschäftigen, ob ich neue Kleidung brauche – jetzt brauche ich mir darüber keine Gedanken zu machen. Und so weiter. Ich habe mich immer schon sehr mit „was wäre wenn“ gequält. Weitergebracht hat mich das nicht. Ich werde bestimmt nie jemand werden, dem die Zukunft völlig egal ist, und das ist auch gut so. Aber das darf mir nicht die Gegenwart kaputt machen.

Es hat mich sicherlich auch erschrocken, was ich bei meiner angeheirateten Familie erlebt habe. Wenn ein Umzug für einen Haushalt den Umfang von drei Haushalten (keine Übertreibung) mit sich bringt, ist das eine ziemlich heftige Erfahrung.

Fest steht, dass mein Leben jetzt schon ein Stück leichter geworden ist. Das war es auf jeden Fall wert.

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Wartezimmerbetrachtungen, Teil 3

Wartezimmerbetrachtungen, Teil 3

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Neues Quartal, neue Rezepte, neues Glück. Aber irgendwie waren meine letzten Wartezimmerbetrachtungen geprägt von Ungeduld und Hektik.

  • Um zur Schmerzambulanz zu kommen, muss ich durch den Wartebereich zur allgemeinen Anästhesiesprechstunde. Ich sehe, dass alles voll ist und dass die Arzthelferin von der Schmerzambulanz hier aushilft, um dem Ansturm irgendwie gerecht zu werden. Ich sage also „Guten Tag!“ und gehe weiter nach hinten durch. In der Schmerzambulanz sitzt genau eine Patientin. Ich sage wieder „Guten Tag“ und setze mich. Nach zwei Sekunden herrscht mich die Mitpatientin an: „Haben Sie einen Termin?!“
    Ups. Ich antworte höflich, dass ich nur etwas abholen möchte und frage: „Warten Sie denn schon lange?“
    „Schon zwanzig Minuten!“
  • Beim Frauenarzt erscheint eine junge Frau und erklärt, sie sei ein Notfall: Sie sei schwanger und hätte starke Bauchschmerzen. Sie will unbedingt sofort dazwischen geschoben werden. Mit Blick auf das volle Wartezimmer sagt die Sprechstundenhilfe, das sei nicht möglich. Die Patienten wiederholt ihren Spruch. Die Sprechstundenhilfe fragt: „Haben Sie denn schon einen Test gemacht? Den müssen Sie nämlich bei uns auch bezahlen.“
    Die Patientin wiederholt ihren Spruch zum dritten Mal. Die Sprechstundenhilfe wird deutlicher: „Sie können jetzt nicht zum Arzt. Wenn Sie starke Schmerzen haben, müssen Sie sofort ins Krankenhaus fahren! Und bitte rufen Sie einfach demnächst vorher an und kommen nicht einfach vorbei, dann können wir Ihnen direkt sagen, ob es voll ist.“
    Ich frage mich, ob solche Aussagen vielleicht auch ein Grund für die vollen Notaufnahmen in den Krankenhäusern sein können, und mustere die Patientin unauffällig – jemand, der starke Bauchschmerzen hat, sieht in meiner Vorstellung anders aus.
    Die Patientin wiederholt einen Spruch zum nunmehr vierten Mal, ins Krankenhaus möchte sie nicht. Die Sprechstundenhilfe sagt, dass sie am folgenden Tag gegen Mittag vorbei kommen kann. Das lehnt die Patientin wegen ihrer Schule ab. Die Sprechstundenhilfe bietet an, eine Bescheinigung für die Schule auszustellen und betont nochmals, dass ein Termin am gleichen Tag nicht möglich ist. Die Patientin nimmt die Bescheinigung und verlässt die Praxis ohne „Dankeschön“ oder „Auf Wiedersehen“.

So verständlich der Ärger über die Marotten des deutschen Gesundheitssystems auch sein mag, der Ton ist ziemlich rau. Andererseits ist die Gefahr groß, nicht angemessen behandelt zu werden. Ende des Dilemmas leider nicht in Sicht.

Siehe auch
Wartezimmerbetrachtungen, Teil 2
Wartezimmerbetrachtungen, Teil 1

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Melodie des Lebens |abc-Etüden

Melodie des Lebens |abc-Etüden

Diesmal kommen sowohl Schreibeinladung als auch Worte von Christiane, das Bild ist von Ludwig Zeidler.

Wir betreten als Kind neugierig einen Raum, den wir mit allen unseren Gefühlen, Wünschen und Taten füllen werden. Wir bringen ein Musikinstrument mit, das noch schwer in der Hand liegt, aber wir sind fest davon überzeugt, dass wir es schon zum Klingen bringen werden!
Auf dem Notenständer liegt das Notenblatt, das das Schicksal für uns komponiert hat. Noch haben wir keine Ahnung vom Notenlesen und runzeln die Stirn. Dann bemerken wir, das wir nicht alleine sind, neben uns steht eine junge Frau, die Weisheit. Sie zeigt uns, wie wir das Instrument handhaben sollen und die Noten lesen können. Im Laufe der Zeit werden die Tonfolgen komplizierter, und wir trainieren viele verschiedene Tonarten, fröhlich und traurig, leicht und unbeschwert oder schwanger mit Bedeutung. Die Weisheit bleibt immer an unserer Seite und lernt mit uns, sie versucht uns zu helfen und gibt uns Ratschläge. Hier ein bisschen mehr Druck, da die Hand ein bisschen anders halten, und so lernen auch wir immer mehr dazu. Und so füllen wir unseren Raum mit unserer ganz eigenen Melodie.

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