Ein lustiger Samstag

Ein lustiger Samstag

Es ist brütend heiß heute, und das Gassi gehen war für Zwei- und Vierbeiner anstrengend. Wir retteten uns mit Mühe und Not in ein Eiscafé 😁.

Dort stellte ich fest, dass der 1. FC Köln sein erstes Zweitligaspiel gewonnen hat. Ein älterer Herr am Nebentisch outete sich ebenfalls als Fan, und spontan stimmten wir ein Karnevalslied an („Wenn et Trömmelche jeht“). 

Wegen der Hitze bleibt die Küche heute kalt. Allmählich wird diese Dauerhitze nur noch anstrengend.

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Janet

Janet

Janet ist diejenige, die im Alltag unseres Rudels oft zurückstecken muss. Jackie ist eine Diva, und Sam zieht durch sein Verhalten sehr viel Aufmerksamkeit auf sich. 

Sie ist nicht mehr die Jüngste, geschätzt zehn Jahre, und sie hat es gerne ruhig. Sie sucht sich einen stillen Platz, von dem sie alles mitbekommt aber vom Trubel verschont bleibt.

Wenn ich nach ihr schaue, werde ich mit einem seelenvollen Blick begrüßt, und wenn ich sie anspreche, wedelt sie. Es ist natürlich eine Erleichterung für uns, dass sie so pflegeleicht ist. Wir achten darauf, dass sie Zeit mit uns bekommt, wo es nur um sie geht. 

Sie scheint damit sehr zufrieden zu sein, und wir hoffen auf noch viele glückliche Stunden mit unserer Maus.

Jackie – Update

Jackie – Update

Auch, wenn ich in letzter Zeit nicht so viel von der Katzenfront erzählt habe, Jackie ist auch noch da. Wir kuscheln täglich, und das ist sehr gut für mein seelisches Gleichgewicht.

Heute war ihr jährlicher Check beim Tierarzt, und ich versuchte zu verdrängen, dass letztes Mal noch meine Herzenskatze Sammy mit dabei war, sonst wären bestimmt einige Tränen geflossen.

Aber die Gegenwart ist erfreulich, Jackie geht es gut, obwohl sie auch schon vierzehn Jahre alt ist. 

Wir führen also beruhigt nach Hause, und mir wurde wieder einmal bewusst, wie eng mein Verhältnis zu unseren Fellnasen ist. 

Und eins ist mir wichtig: Wir alle gehen diesen Weg zusammen bis zum Ende, mit allen guten und schlechten Zeiten.

Neues von Sam

Neues von Sam

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Es ist einige Zeit her, dass ich von Sam berichtet habe. Das liegt daran, dass Fortschritte bei ihm viel Zeit brauchen. Aber sie passieren, und das ist die Hauptsache.

Lange war es eine echte Herausforderung, mit Sam in einer Gruppe anderer Hunde mitzugehen. Ohne Maulkorb ging nichts, und er reagierte nahezu panisch, wenn andere Hunde ihm nahe kamen, oder – noch schlimmer – Kontakt zu ihm aufnehmen wollten: Dann wurde gejault, geknurrt oder gebissen.

Sonntags veranstaltet das Tierheim einen Spaziergang. Mein Mann nimmt mit Sam und Janet daran teil. Janet ist sehr sicher mit anderen Hunden, sie ist kein dominanter Hund, aber sie ist immer freundlich und eindeutig in dem, was sie will oder nicht will. Deshalb ist sie die ideale Lehrerin für Sam, der seine erste Zeit ohne Hundekontakte in einer Tötungsstation verbrachte.

Jedenfalls sind beim Spaziergang sonntags meistens die gleichen Hunde und Menschen dabei, und Sam verstand irgendwann, dass ihm keiner etwas tut. Er wurde ruhiger, und wir konnten den Maulkorb weglassen. Neulich beschlossen alle Hundehalter, die Hunde zusammen auf einer Wiese frei laufen zu lassen. Und oh Wunder: Sam verhielt sich, als ob er nie etwas anderes getan hätte. Er forderte andere Hunde formvollendet zum Spielen auf und tobte herum. Ein Hund aus der Gruppe fixiert ihn schon mal, das ignorierte er.

Wir hätten uns kein besseres Ergebnis wünschen können.

Es gibt noch genug Baustellen mit ihm, um so schöner, wenn es Fortschritte gibt, und das ist ein großer!

Und wenn er mich so anschaut wie auf dem Foto oben bin ich sicher, dass wir noch mehr erreichen werden mit ihm.

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Tierparks – ein positives Beispiel

Tierparks – ein positives Beispiel

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Ich gehe nicht gerne in Zoos oder Tierparks. Ich verstehe die Notwendigkeit, bedrohte Tierarten zu erhalten oder einheimische Tierarten erlebbar zu machen. Aber ich finde, es gibt oft zu wenig Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere. Selbst Haustiere ziehen sich zeitweise zurück, also unterstelle ich Zootieren das gleiche Bedürfnis.

Als ich im Saarland eine Reha gemacht habe, bot sich die Gelegenheit, einen Wolfspark in Merzig zu besuchen (für Interessierte: einfach „Wolfspark Werner Freund“ in die Suchmaschine eingeben). Dort habe ich Tierhaltung erlebt, wie ich sie mir vorstelle.

Die Wölfe hier sind alle mit der Hand aufgezogen und keine Wildfänge, das bedeutet, sie kennen Menschen von klein auf. Und auch zur Fütterung betreten die Pfleger ganz selbstverständlich die Gehege. Die Wölfe suchen teilweise den Kontakt, springen an ihren Pflegern hoch wie Hunde oder stupsen sie an. Die Pfleger bleiben im vorderen Teil der Gehege und beschränken den Kontakt auf das Notwendige.

Was mir dort sehr gut gefallen hat, ist die Weiträumigkeit der Anlage, das Ende der Gehege ist mit bloßem Auge oft nicht zu erkennen. An einer der vier Seiten führt der Weg vorbei, auf dem sich die Besucher bewegen, der Rest ist für die Öffentlichkeit nicht einsehbar. Im vorderen Teil der Anlage sind Wasserbecken, Tränken und Wolfshütten (wie Hundehütten, nur auf Wolfsgröße angepasst) untergebracht, der Rest ist naturbelassener Wald.

Wir hatten für unseren Besuch einen guten Zeitpunkt ausgesucht, es war Fütterungszeit (ganze Hühner). Das Personal erklärte viel und beantwortete alle Fragen der Besucher. Der Höhepunkt war, als die Leiterin heulte, und alle Wölfe antworteten und versammelten sich vor ihr. Da habe ich eine Gänsehaut bekommen, obwohl es heller Tag war. Und nicht nur ich – Wolfsheulen ist einfach unheimlich.

Die Wölfe waren sehr entspannt – anscheinend wussten sie genau, dass keine Fremden ihr Gehege betreten. Sie lagen dennoch ganz entspannt in der Nähe des Zauns und schliefen. Oder sie musterten uns, wie wir vorbeizogen – Wolfskino wahrscheinlich 🙂

Wer wir ich kein gutes Gefühl beim Besuch von Zoos hat, muss also nicht auf das Erlebnis verzichten, Tiere anzuschauen. Es gibt viele kleine Organisationen, die sich bemühen, ihren Tieren bessere Bedingungen zu bieten.

 

 

Wenn Hunde gelb tragen

Wenn Hunde gelb tragen

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Das ist Sams gelbe Schleife, nicht besonders sauber, aber häufig gebraucht 🙂 Wenn ein Hund eine gelbe Schleife, ein gelbes Halstuch oder ähnliches trägt, ist ein Zeichen, dass dieser Hund Freiraum braucht. Dieser Hund kann sich in der Ausbildung befinden, so dass jede Ablenkung stören würde. Dieser Hund kann alt sein und schnell mit allem überfordert. Dieser Hund kann sich gerade von einer Krankheit oder Operation erholen und einfach keine Lust auf Spielen haben. Es kann viele Gründe für Hundehalter geben darum zu bitten, Abstand zu ihrem Hund zu halten. Mehr Informationen darüber gibt es hier: Yellowdogs in Deutschland .

In Sams Fall wollen wir auf der sicheren Seite sein, weil sein Verhalten sehr stark schwanken kann. An einem Tag sind ihm andere Menschen, Hunde, Jogger und Radfahrer egal, an anderen kann er das alles nicht ertragen, bellt alle an und will alle verjagen. Auch wenn wir sehr vorsichtig und aufmerksam sind, mehr Freiraum ermöglicht uns, die Situation ruhiger zu handhaben.  

Meiner Meinung nach ist es eine gute Sache, einen möglicherweise problematischen Hund von weitem zu erkennen. Fußgänger wissen dann von vornherein, dass es keine gute Idee ist, diesen Hund zu streicheln. Andere Hundehalter haben genug Zeit, ihre eigenen Hunde zu sich zu holen und anzuleinen. Macht das Leben für alle Beteiligten einfacher, würde ich sagen.

Also, wenn ein Hund gelb trägt, kann das mehr als eine fixe Idee des Halters und ein Zeichen sein, diesen Hund besser einfach in Ruhe zu lassen.

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Gedanken zum Tierschutz, Teil 6

Gedanken zum Tierschutz, Teil 6

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Viel Tiercontent im Moment hier, aber wir sind bei der AbisZ-Challenge schon beim Buchstaben U angelangt, sind also bald durch 🙂

Ich gehöre zu den Menschen, die davon überzeugt sind, dass Tiere eine Seele haben. Ich kann mir sonst nicht erklären, wie diese tiefe Verbundenheit zu unseren Fellnasen zustande kommen kann. Ich kann mir sonst diese tiefe Liebe nicht erklären, die so viele Menschen beschreiben, wenn sie von ihren Haustieren reden. Für mich ist da einfach ein zu großer Unterschied zu unbelebten Dingen, beispielsweise meinem Smartphone, das mich auch durch den Tag begleitet, das ich auch versorge (aufladen, Display putzen) und meistens nahe bei mir habe.

Also bin ich auch bereit, Tieren bestimmte Rechte zuzugestehen. Das Recht auf Unversehrtheit und gewaltfreien Umgang zum Beispiel. Ich weiß, das bekommen wir noch nicht einmal unter Artgenossen hin, aber irgendwo müssen wir anfangen. Wir Menschen haben eine Menge Verantwortung für das Wohlergehen auf dieser Welt, mehr, als wir vielleicht haben wollen.

Auf jeden Fall lohnt es sich. Tiere berühren unsere Seelen an Stellen, die sonst leer bleiben würden. Sie bringen Wärme und Liebe in unser Leben. Und sie verlangen eigentlich sehr wenig als Gegenleistung. Einen besseren Deal bekommen wir so schnell nicht wieder.

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