Jackie – Update

Jackie – Update

Auch, wenn ich in letzter Zeit nicht so viel von der Katzenfront erzählt habe, Jackie ist auch noch da. Wir kuscheln täglich, und das ist sehr gut für mein seelisches Gleichgewicht.

Heute war ihr jährlicher Check beim Tierarzt, und ich versuchte zu verdrängen, dass letztes Mal noch meine Herzenskatze Sammy mit dabei war, sonst wären bestimmt einige Tränen geflossen.

Aber die Gegenwart ist erfreulich, Jackie geht es gut, obwohl sie auch schon vierzehn Jahre alt ist. 

Wir führen also beruhigt nach Hause, und mir wurde wieder einmal bewusst, wie eng mein Verhältnis zu unseren Fellnasen ist. 

Und eins ist mir wichtig: Wir alle gehen diesen Weg zusammen bis zum Ende, mit allen guten und schlechten Zeiten.

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S ist für Sammy 😼

S ist für Sammy 😼

preview.jpegDer Buchstabe S bei der AtoZ-Challenge zum Thema „Tiere meines Lebens“ ist natürlich meiner Herzenskatze Sammy vorbehalten.

Es ist an der Zeit, allen zu danken, die mir beim Trauern nach Sammys Tod beigestanden haben. Keiner hat gesagt: „Nun reiß‘ dich mal zusammen. Es war doch nur eine Katze!“ Und natürlich war da Jackie, die mir Gesellschaft geleistet hat, so lange ich es brauchte. Selbst mein Therapeut, ein eher nüchterner Mensch, sagte, dass die Trauer um ein Tier so heftig sein kann wie die Trauer um einen geliebten Menschen. Zumindest auf mich trifft das zu. Aber diese Zeit ist vorbei, und die Liebe bleibt. Das fühlt sich an wie eine bequeme, leichte Decke.

Habe ich am Anfang noch gesagt, ich werde nie wieder ein Tier aufnehmen, es tut zu weh, so kann ich jetzt sagen, dass ich wieder zu meinem alten Ich zurück gekehrt bin 😃. Und zu meiner Mission, in diesem Leben so vielen heimatlosen Tieren wie Sammy ein neues Zuhause zu geben.

Ich denke, dass das Sammy gefallen würde. Ich kann mir vorstellen, wie sie mich ansieht und schnurrt: „Endlich hast du es verstanden!“

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Gedanken zum Tierschutz, Teil 4

Gedanken zum Tierschutz, Teil 4

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Ich wollte immer eine rote Katze haben, am liebsten mit blauen Augen! Das oben im Bild ist Purzel, er war fester Bestandteil einer kleinen familiengeführten Pension im Salzburger Land. Wir waren zweimal mit der Familie meines Mannes dort, zum Skifahren.

Bislang hat mich noch keine rote Katze adoptiert. Ja, wir lassen uns immer von unseren Tieren adoptieren. Tiere haben so feine Sinne, und können uns Menschen sehr schnell so gut einschätzen. Wir stellen uns möglichen tierischen Mitbewohnern ruhig und sehr respektvoll vor, und warten ab, was dann passiert. Und Tiere sind unglaublich ehrlich! Sie signalisieren uns gegebenenfalls knallhart: „Danke, aber das passt nicht mit uns!“

Viele Tiere sind im Tierheim, weil Menschen ein festes Bild im Kopf haben, was für ein Tier sie haben wollen und diese Signale überhört haben. Ich sage nicht, dass der Verstand bei der Anschaffung eines tierischen Hausgenossen außen vor bleiben soll, vor allem muss jeder Tierhalter sich klar machen, in welches Umfeld ein Fellträger kommt. Einen großen Hund in einer kleinen Wohnung zu halten, wird schwierig. Genauso verzwickt wird es sein, eine Katze in eine Familie zu bringen, in der ein Familienmitglied allergisch gegen Katzen ist.

Und warum sich auf eine Rasse, oder eben eine bestimmte Farbe beschränken? Offen sein zahlt sich auch hier oft aus. Wichtiger als das Aussehen ist doch zum Beispiel, dass die Charaktereigenschaften des Haustieres zu denen der Menschen passen.

Um so magischer ist dann dieser Moment, wenn ein Tier einem Menschen zeigt, dass er oder sie zum Gefährten auf Lebenszeit (und mit weniger geben sie sich nicht zufrieden) erwählt wurde. Ich habe das bisher zweimal erlebt, mit Sammy und später mit Jackie, und ich kann es immer noch nicht mit Worten beschreiben.

Also, vertrauen wir auf die Instinkte und die Weisheit, die immer noch in allen unserer Haustiere weiterleben. Die Belohnung ist eine faszinierende Beziehung zwischen Mensch und Tier!

Siehe auch
Gedanken zum Tierschutz, Teil 1
Gedanken zum Tierschutz, Teil 2
Gedanken zum Tierschutz, Teil 3

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Ein halbes Jahr ohne Sammy

Ein halbes Jahr ohne Sammy

Wer mit Tieren zusammen lebt, muss damit zurecht kommen, dass ihre Lebensspanne kürzer ist als unsere. Sammy wurde mit achtzehn Jahren für eine Katze ziemlich alt, und ihre Zeit war damals vor einem halben Jahr einfach gekommen. Heute war die Erinnerung an ihre letzten Stunden sehr präsent. Den Großteil dieser Zeit hat sie auf meinem Bauch verbracht, das war einer ihrer Lieblingsplätze. Eine schönere Art, mich von dieser besonderen Katze zu verabschieden, hätte ich mir nicht wünschen können.

Und dann war sie nicht mehr da, und das Leben ging weiter, oder? So war es sonst auch immer.

Ich hätte es besser wissen müssen. Nichts war oder ist gewöhnlich mit Sammy!

Sofort nach ihrem Tod veränderte sich das Verhalten ihrer Tochter, Jackie, von Grund auf. War sie sonst eher auf meinen Mann fixiert, wich sie nun nicht mehr von meiner Seite. Ich dachte am Anfang nicht, dass das von Dauer sein würde. Bestimmt fühlte sie meine Trauer, vielleicht war sie froh, die einzige Katze im Haus zu sein, Grüße von Sammy von der Regenbogenbrücke… wer weiß.

Fest steht, sie ist so anhänglich geblieben. Sie nimmt sich ihre Auszeiten, in denen sie draußen herumstreunt oder auf dem Aquarium liegt, aber sie kommt immer wieder zu mir. Und legt sich dann auf meinen Bauch, wie Sammy es so gerne tat. Kommen mir dann manchmal doch die Tränen, weil mich das an Sammy erinnert, werde ich liebevoll abgeschleckt und beschnurrt.

Ich werde nie aufhören, über die Fähigkeit von Tieren zu staunen. Wie sie unsere Stimmungslage erfassen und darauf reagieren können, das übertrifft das Einfühlungsvermögen vieler Menschen.

Leider.

Es heißt, „Ein einzelnes Tier zu retten, verändert nicht die Welt. Doch die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.

Wir mögen damals Sammy gerettet haben, aber sie hat unsere ganze Welt verändert. Und sie tut es immer noch.

Schlafen! Vielleicht auch träumen!

Schlafen! Vielleicht auch träumen!

Oder so sagte schon Shakespeare. Aber für mich ist das nicht immer so leicht.

An alle diejenigen, die jede Nacht ihre acht Stunden Schlaf bekommen: Ihr wisst gar nicht, wie gut ihr es habt! Mein Mann gehört zu den Glücklichen, und ich gönne es ihm, aber manchmal werde ich doch neidisch, wenn er schnarchend neben mir liegt und ich wach bin.

Ich habe immer schon sehr lebhaft geträumt, aber das war nie ein Problem. Die wenigen Albträume, die ich hatte, waren die sprichwörtliche Ausnahme von der Regel. In den letzten Jahren haben Angstzustände, Depressionen und Schmerzen meine Schlafangewohnheiten allerdings sehr verändert.

Manchmal wache ich auf und kann mich nicht bewegen. Es ist, als ob etwas auf meiner Brust ist und mich nach unten drückt. Ich kann dann auch nicht sprechen oder rufen. Mein Mann mag nur wenige Zentimeter neben mir liegen und ist doch unerreichbar für mich. Wie lange dieser Zustand dauert, weiß ich nicht, aber ich bin dann immer sehr aufgewühlt und kann nur schwer wieder einschlafen.

Oder ich habe einen schlechten Traum, merke, dass ich träume und werde wach, schlafe wieder ein, habe den gleichen schlechten Traum noch mal, wache wieder auf und so weiter, bis ich schließlich wach bleibe.

Das dritte Problem ist, von Rückenschmerzen geweckt zu werden. Das ist zwar seltener geworden, seit ich von Tabletten auf Schmerzpflaster umgestiegen bin, kommt aber immer noch vor. Die Bedarfsmedikamente brauchen etwas Zeit, bis sie wirken, aber meistens kann ich dann wieder einschlafen.

Abends nehme ich ein Antidepressivum, das mir beim Einschlafen helfen soll. An den ersten Tagen bin ich eine halbe Stunde nach der Einnahme sehr müde geworden, seitdem merke ich diesen Effekt nicht mehr so stark. Mein Bedarfsmedikamt gegen Angstszustände kann noch bis weit in den Tag herein müde machen, wenn ich es zu spät nehme. Natürliche Methoden wie Reiki, Atemübungen oder ätherische Öle können mich beruhigen oder mir beim Einschlafen helfen, packen das Übel aber auch nicht an der Wurzel. Das Einzige, was richtig gut hilft, ist Zopiclon. Ich bin mit meinem Psychiater aber einer Meinung, dass das nur eine Option für die wirklich schlimmen Zeiten ist, wenn eine schlechte Nacht auf die andere folgt.

Heute Morgen wurde ich wieder von einem wiederkehrenden Alptraum geplagt. Ich habe etwas Zeit gebraucht, um diese Bilder wieder aus meinem Kopf zu bekommen. Aber Jackie wusste natürlich, dass ich sie brauche. Sie lag auf meinem Kopfkissen und strahlte Gelassenheit und Frieden aus. Katze: Starkes Medikament ohne Nebenwirkungen!

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Ganz viel Katzenkuscheln

Ganz viel Katzenkuscheln

Seit Sammys Tod hat sich das Rudel verändert, vor allem Jackie. Wenn sie nicht gerade ihre Runden an der frischen Luft dreht, ist sie extrem anhänglich geworden und benutzt mich ausgiebig als menschliche Matratze. Sie hat immer gerne gekuschelt, aber nicht so viel und so lange wie jetzt. Am Anfang war ich sehr erschrocken darüber und habe mich gefragt, ob es ihr schlecht geht – vor allem, ob ihr andere Katzen fehlen, sie war ja von klein auf mit mindestens einer anderen Katze zusammen. Nach ein paar Tagen ist uns dann aufgegangen, dass sie es einfach ungeheuer genießt, ihre Menschen nicht mit anderen Katzen zu teilen. In der Hoffnung, dass wir damit richtig liegen, werden wir im Moment also kein weiteres „Notfell“ aus dem Tierheim holen. Und bis auf weiteres ganz viel mit Jackie kuscheln.

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