Etwas Schönes an einem düsteren Tag

Etwas Schönes an einem düsteren Tag

Heute ließ der Winterblues gehörig grüßen und machte mit den Depressionen gemeinsame Sache. Wirklich nichts, was ich noch hätte gebrauchen können.

Den heutigen Tag hatte ich eigentlich schon abgeschrieben. Bedeckter Himmel, Temperaturen bei höchstens 5 Grad über Null, Schneeregen und beißend kalter Wind beim Warten auf dem Bus. Kurz vor dem Aussteigen begann es dermaßen heftig zu hageln, dass es vorübergehend glatt war – toll, wenn man schon unsicher auf den Beinen und mit einem Rollator unterwegs ist. Dann bei meiner Podologin unbeabsichtigt ins Fettnäpfchen getreten, weil ich gefragt habe, wie sie denn so in das neue Jahr gekommen ist. Nicht so gut, seit ihr Mann vor zwei Jahren an Krebs verstorben ist, leidet sie sehr unter Einsamkeit an den Feiertagen. Noch ein paar Sachen eingekauft und bei eiskaltem Regen zur Bushaltestelle durchgeschlagen. Bei der Fahrt nach Hause den mit Lebensmitteln voll bepackten Rollator daran hindern müssen, durch den ganzen Bus zu kullern. Bei Nieselregen und heftigen Windböen ausgestiegen und nach Hause gestapft. Vor der Haustüre angehalten, um den Hausschlüssel aus dem Rucksack zu angeln, dabei unfreiwillig nach rechts unten geschaut und – entdeckt, dass der Quittenstrauch anfängt zu knospen!

Wow.

Ich hoffe, es wird nicht mehr allzu kalt und die Knospen halten durch, bis es wärmer wird.

Dieses Zeichen, dass der Frühling kommen wird, habe ich heute gebraucht. Es muss nicht morgen sein, aber er wird kommen, und ich halte bis dahin durch. Den Quittenstrauch haben wir übrigens von der Schwiegeroma, die einen wirklich grünen Daumen hatte. Danke, Cläre – du bist auch bei uns unvergessen.

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Let it snow…

Let it snow…

Passend zum zweiten Adventswochenende fing es gestern Abend an zu schneien, Straßenglätte inklusive. Heute morgen war es dann über Stunden ein echtes Schneegestöber, so dass wir am Ende bei gut 20 cm Neuschnee waren. Wir hätten das Wetter gerne mit einer Tasse heißem Kakao oder bei einem Spaziergang genossen,  aber dazu fehlte uns beiden die Zeit. Mein Mann musste kurzfristig arbeiten und ich war zu sehr damit beschäftigt, den Bürgersteig vor unserem Haus halbwegs schneefrei zu halten, was meinem Rücken überhaupt nicht gefallen hat.

Was unsere Fellnasen angeht, Jackie wäre heute bis zum Bauch im kalten Nass versunken und beschränkte sich darauf, kurz die Nase in die frische Luft zu halten und sich seitdem an warmen Orten aufzuhalten. Sam hat nichts gegen Schnee, und Janet liebt es. Wir waren in ihrem ersten Winter sehr überrascht, wie sehr sich die damals noch so scheue Maus über den Schnee freute und gar nicht mehr nach Hause wollte! Und jedes Jahr freut sie sich wieder. Und uns geht immer noch jedes Mal das Herz auf, wenn wir sie mit glänzenden Augen durch den Schnee flitzen sehen.

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Winteranfang

Winteranfang

In diesem Teil von Deutschland sind die Winter meistens relativ mild und nasskalt. An solchen Tagen versammelt sich das ganze Rudel im Wohnzimmer um den Kaminofen und genießt die Wärme. Das ist der erste Winter ohne unsere Katze Sammy , die uns im September im Alter von achtzehn Jahren in Richtung Regenbogenbrücke verlassen hat. Sie fehlt mir noch immer sehr, da ist immer noch eine Lücke im Rudel.

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