Micky 04.07.1996 – 25.09.2011

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Micky war die Tochter von Ronnie, der Katze meines Schwagers, und wurde am 04.07.1996 geboren. Die Ankunft der Katzenjungen war eine große Überraschung, aber Ronnie war sehr wild, fast kein Haustier, und hat nie sehr viel Zeit mit Menschen verbracht. Sie wusste es aber zu schätzen, dass sie ein ruhiges Plätzchen hatte, an dem sie ihre Katzenkinder groß ziehen konnte.

Natürlich mussten wir uns die Kleinen mal anschauen. Und natürlich hat sich Micky meinen Mann als ihren Menschen ausgesucht. Mein Mann ist mit Katzen aufgewachsen und war begeistert von der Idee, Micky zu uns zu holen, ich war nicht so sicher, ob es eine so gute Idee war, dass eine Samtpfote bei uns einzieht – ich fürchtete mich vor den scharfen Krallen und Zähnen. Aber ich war überstimmt, und so begann drei Monate später unser Leben als Katzenhalter. Micky war sehr schön, und das wusste sie auch genau. Sie war eine Diva, aber auch zutraulich und verspielt. Sie ist zweimal mit uns umgezogen und hat uns jedes Mal wissen lassen, dass sie ihre Menschen der gewohnten Umgebung vorzog. Später, als Sammy und Jackie bei uns einzogen, hat sie die beiden wie ihre leiblichen Kätzchen aufgezogen.

Ich habe mich dann auch sehr schnell in sie verliebt und genoss es vor allem, wenn sie nachts neben mir lag. Meistens war sie guter Dinge und schnurrte viel. Sie war der Boss, aber ein sehr liebevoller.

Nach ihrem fünfzehnten Geburtstag fiel uns auf, dass sie nach Luft schnappte, wenn sie die Treppe hoch in den ersten Stock geklettert war. Der Tierarzt stellte Herzinsuffizienz fest. Wir bekamen viele Medikamente mit und der Tierarzt legte großen Wert darauf uns darauf hinzuweisen, dass uns vielleicht nicht mehr viel Zeit mit Micky blieb. „Manchmal leben Katzen mit Herzinsuffizienz noch ein paar Jahre, manchmal ein paar Wochen“, sagte er. Micky war danach nie mehr die gleiche selbstsichere und freundliche Katze, die sie immer gewesen war. Sie wehrte sich mit Zähnen und Krallen gegen die Medikamente und versteckte sich meistens vor uns. Wir mussten uns eingestehen, dass sie sich an dieses Leben nie gewöhnen würde und entschieden uns, sie gehen zu lassen; dann fanden wir sie an einem wunderbaren sonnigen Sonntag tot im Garten. Danke, dass du mir beigebracht hast, Katzenhalter zu sein, und danke für deine Liebe, mit der du uns alle so großzügig bedacht hast. Mach es gut, bis wir uns wieder sehen!

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