Sascha|abc-Etüden

Sascha|abc-Etüden

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Christiane lädt wieder ein zu den abc-Etüden, die Denkanstöße kommen dieses Mal von Katha.

Meistens kann ich nicht mehr genau sagen, wann und wie ich etwas zum ersten Mal getan habe, aber ich erinnere mich noch ganz genau daran, wie meine Laufbahn als menschliches Katzenkissen begann.

Ich war sechs Jahre alt, als die Familie meines Onkels in Urlaub fuhr und uns für diese Zeit ihr Kätzchen vorbei brachte. Sascha war schwarz, hatte stahlblaue Augen und hätte eigentlich ein Kater sein sollen. Das hinderte sie nicht daran, später Kätzchen zur Welt zu bringen.

Kurios war, dass Sascha nur Thunfisch-Nassfutter fraß, die ganze Wohnung stank danach. Wenn wir nicht aufpassten, saß sie vor dem Käfig mit unserem Wellensittich und tappte mit den Vorderpfoten gegen die Metallstäbe.

So quirlig sie tagsüber war, so verkuschelt war sie nachts. Ich erschreckte mich zuerst ganz ordentlich, als sie das erste Mal im Dunkeln auf mir herum balancierte und ich ein Katzenauge im Licht der Straßenlaterne leuchten sah. Aber dann rollte Sascha sich auf meinem Bauch zusammen und begann zu schnurren. Ich wusste damals kaum etwas über Katzen, aber ich fühlte die Behaglichkeit, die von diesem kleinen Katzenkörper ausging.  Zögerlich streckte ich eine Hand aus und begann, das weiche Fell zu streicheln… und Sascha schnurrte noch mehr. Solange sie bei uns war, kam sie jede Nacht zu mir.

Meine Eltern erlaubten mir nicht, eine Katze zu halten, aber mein Mann und ich haben uns 1996 den ersten Stubentiger ins Haus geholt. Seitdem war ich unzählige Male menschliches Katzenkissen, und ich genieße es jedes Mal.

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Freitagsfragen #40 | Freitags-Füller # 522

Freitagsfragen #40 | Freitags-Füller # 522

Freitagsfragen Frühling

Die Freitagsfragen gibt es bei Nickel. Meine Antworten sind fett.

1.) Schaust Du einen Film auch ein zweites Mal? Ja, das ist schon vorgekommen, beim ersten Akte X-Kinofilm, oder „Jenseits von Afrika“, „Titanic“, „Wayne’s World“ und Harry Potter. In der letzten Zeit hat mich allerdings nichts mehr so sehr gefesselt, dass ich einen Film nochmals hätte sehen wollen .

2.) Warst Du schon einmal WahlhelferIn? Nein. Ich gehe zwar immer wählen, aber Wahlhelferin wollte ich noch nie sein.

3.) Schokolade oder Chips? Beides, aber nacheinander!

4.) Die Wahl der Qual: Immer eine aufdringliche Stubenfliege oder knarrende Bodendielen im Haus/ in der Wohnung? Für mich als Schwerhörige ist die Wahl klar: Knarrende Bodendielen kann ich leichter ausblenden als eine penetrante Stubenfliege!

Freitags-Füller # 522

Weil ich die Idee so schön finde, mache ich mit bei Barbaras

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Meine Ergänzungen sind fettgedruckt.

1.  Mairegen wird hier jedes Jahr von den Landwirten sehnsüchtig erwartet .

2.  Natürlich kann eine Fußballnationalmannschaft in der Vorrunde ausscheiden,  aber doch nicht so!

3.  Heute sagte ich mir, dass ich Spaghettisauce auch selber machen kann und keine Fertigsauce brauche. Hat auch gut geklappt.

4.  Putzen tue ich ganz klassisch  von oben nach unten .

5. Ich habe kürzlich angefangen, vieles selber zu machen und nicht mehr alles fertig zu kaufen.

6.  Ich weiß gar nicht mehr: Was habe ich zuletzt im Kino gesehen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf „Let’s Dance“, morgen habe ich geplant, lange Gassi zu gehen  und Sonntag möchte ich mit meinen Eltern telefonieren!

Freitags-Füller # 521

Freitags-Füller # 521

Weil ich die Idee so schön finde, mache ich mit bei Barbaras

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Meine Ergänzungen sind fettgedruckt.

1.  Ich warte auf gar nichts im Moment, und das ist auch mal ganz schön.

2.  Um meinen Mann und unsere Tiere kümmere ich mich möglichst sorgfältig.

3.  Drei Dinge auf meinem Tisch: Laptop, Rechnungen und eine leere Tasse.

4.  Seit mir meine Depressionen so zu schaffen machen, bin ich selten übermütig.

5. Was macht eigentlich unsere Katze, wenn sie stundelang im Garten herumstreunt?

6.  Ich mag ihn, aber er ist so langwierig in der Zubereitung: Rhabarber.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Let’s Dance , morgen habe ich geplant, in größerer Runde Gassi zu gehen  und Sonntag möchte ich in Ruhe unser Grillen in den Mai planen!

Schwere Kost|abc-Etüden

Schwere Kost|abc-Etüden

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Christiane lädt wieder ein zu den abc-Etüden, die Denkanstöße kommen dieses Mal von Agnes Podczeck.

Sie stellte die Schüssel auf den Tisch und sagte: „Greif zu!“
Er spießte eine Kartoffel auf seine Gabel und bugsierte sie auf seinen Teller. Und noch eine, und noch eine. Dazu nahm er noch reichlich Buttergemüse und eine Bratwurst. Nach einem langen Arbeitstag hatte er großen Hunger und begann sofort mit dem Essen. Dann sah er, dass wieder nur eine Kartoffel und ein Löffel Gemüse den Weg auf ihren Teller gefunden hatten.

„Denkst du, dass du von so viel Essen fett wirst?“ bemerkte er anzüglich.

„Hör‘ auf, mich zu bevormunden!“ schoss sie zurück.

Den Rest des Abendessens verbrachten sie schweigend und hingen ihren Gedanken nach.

Er machte sich insgeheim große Sorgen um seine Frau. Seit Wochen konnte er zusehen, wie sie immer dünner wurde. Und auch ihre Stimmung war schlecht, sie war nervös und reizbar. Aber er kam nicht mehr richtig an sie heran und wusste überhaupt nicht, was in ihr vorging.

Während sie an ihrem Essen herumpickte, überlegte sie, wie es weiter gehen sollte. In ihrem Magen lagen Gedanken wie schwere Steine und machten essen geradezu unmöglich. Sie hatte große Angst, unheilbar krank zu sein, seit Wochen quälten sie Bauchschmerzen. Bei ihrer Tante, die an Krebs gestorben war, hatte es genau so angefangen. Aber sie wollte ihn damit nicht belasten, auf der Arbeit war es im Moment schwierig genug. Sie traute sich aber auch nicht, zum Arzt zu gehen.

Er war fertig und schob den Teller ein Stück zurück. „Es war lecker wie immer“, bemerkte er etwas unbeholfen. Sie nickte flüchtig und stand auf, um den Tisch abzuräumen.

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Freitagsfragen #39 | Freitags-Füller # 520

Freitagsfragen #39 | Freitags-Füller # 520

Freitagsfragen Frühling

Die Freitagsfragen gibt es bei Nickel. Meine Antworten sind fett.

1.) Kannst Du gut Gruppen anleiten? Ich kann gut erklären, wenn ich etwas verstanden habe, aber mein schlechtes Gehör macht mich sehr unsicher in Gruppensituationen. Also wohl eher nicht. 

2.) Schreibst Du Post- und Grußkarten? Immer seltener und nur an diejenigen, die offline leben. Mittlerweile verschicke und bekomme ich sogar virtuelle Grußkarten über Email. Tendenz also sinkend.

3.) Führst Du Tagebuch? Nicht mehr, aber ich blogge über das, was mir bemerkenswert erscheint.

4.) Die Qual der Wahl: Vom Osterhasen gebissen oder mit einem Ei beworfen werden? Ich kenne jemanden, der nach Tierbissen zweimal mit Blutvergiftung im Krankenhaus gekommen ist. Da nehme ich doch lieber das Ei, auch wenn es faul sein sollte. Das mag peinlich werden, ist aber ungefährlicher. 

Freitags-Füller # 520

Weil ich die Idee so schön finde, mache ich mit bei Barbaras

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Meine Ergänzungen sind fettgedruckt.

1. An meinen Füßen  mag ich nachts keine Socken haben.

2. Softeis , darauf hatte ich gestern so richtig Hunger.

3. Ostereier aus Schokolade  liebe ich vor allem mit Eierlikör gefüllt.

4.  Ich ärgere mich immer wieder über Mitmenschen, die sich rücksichtslos verhalten.

5.  Ostermontag  werden wir es wohl ruhig angehen lassen.

6. Nächste Woche renovieren wir die Terrasse , mal sehen, wie das wird.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein neues Kopfkissen , morgen habe ich geplant, die Sonne zu genießen und einzukaufen  und Sonntag möchte ich das erste Mal in diesem Jahr grillen!

Sozialkontakte…

Sozialkontakte…

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…sind ein Teil meines Lebens, der von den Depressionen besonders betroffen ist.

Als ich nicht mehr arbeiten ging, merkte ich sehr schnell, dass mir das Zusammensein mit Kollegen fehlte. Dabei ging es weniger um tiefgreifende Gespräche, als um das alltägliche Miteinander – diese kleinen Bruchstücke des Lebens, die geteilt werden. „Geht es besser mit der Erkältung?“, „Wie läuft es mit dem Umzug?“, „Sind die Softwareprobleme gelöst?“ Täglich war ich Teil von einem gemeinsamen, großen Ganzen. Das fiel dann auf einmal weg.

Außerdem halten nicht viele Freundschaften eine langwierige, chronische Erkrankung aus. Ich bin auch sicherlich im Lauf der Jahre ein anderer Mensch geworden: Abgekämpft, müde und manchmal auch einfach traurig oder zynisch. Es kann sein, dass ich Treffen kurzfristig verschieben oder absagen muss, oder dass ich es nicht mehr schaffe, stundenlang zu telefonieren. Genau so wenig schaffe ich es, regelmäßig ein Hobby zu betreiben und dadurch neue Bekanntschaften zu knüpfen.

Und wenn es zu einem Treffen kommt, was soll ich aus meinem Leben erzählen? Was Sam beim Gassi gehen gemacht hat, wie die letzte Ergotherapie war? Das kann ziemlich uninteressant sein für gleichaltrige Menschen, deren Leben zum großen Teil aus Arbeit und/oder Familie besteht. Ich kann zuhören, aber nicht mehr von eigenen Erlebnissen berichten. Für mein Gegenüber gilt das Gleiche. Das braucht viel Toleranz von beiden Seiten.

Resultat: Nicht viele Beziehungen haben diese drastische Wende überlebt, die mein Leben vor fünf Jahren genommen hat. Allerdings sind in dieser Zeit auch neue Menschen in mein Leben gekommen, vor allem durch den Tierschutz und die Ergotherapiegruppen. Diese neuen Beziehungen stehen auf einer vollkommen anderen Basis, weil diese Menschen mein altes Ich nicht kennen gelernt haben. Ich profitiere dabei auch von meinem Mann, der mich immer wieder in das normale Leben mitzieht. Insofern ist mir nicht passiert, was vielen Menschen in meiner Situation passiert, die dann fast völlig aus dem Leben ausgeschlossen werden. Also, auch wenn ich die Beziehungen von früher manchmal sehr vermisse, geht es mir doch noch ziemlich gut.

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10 Dinge, für die ich in der letzten Woche dankbar war

10 Dinge, für die ich in der letzten Woche dankbar war

Hier mein Rückblick auf zehn Dinge, die in der letzen Woche gut gelaufen sind.

  • Ich hatte viel Rückenschmerzen, vielleicht, weil es so kalt war. Aber ich habe mich durchgebissen, und die wichtigen Dinge wurden erledigt.
  • Am Montag war bei der Ergotherapie neben meiner Therapeutin noch ein Therapeut in Ausbildung dabei, ein junger Mann. Es war sehr interessant, was er zu sagen hatte. Ich habe zugestimmt, meine nächste Einzelstunde bei ihm zu haben, weil meine normale Therapeutin an diesem Tag frei hat.
  • Dienstag fühlte ich mich sehr müde, und alles war mir zu viel. Aber die Hunde haben sich gut um mich gekümmert. Sie bringen mich immer zum Lächeln.
  • Weil Dienstag so hart war, war ich sehr froh dass mein Mittwoch ruhig war. Das war genau was ich brauchte.
  • Donnerstag hatte ich meinen monatlichen Termin bei der Podologin. Sie kümmert sich wirklich gut um ihre Patienten. Das ganze Personal bemüht sich immer, den Aufenthalt in der Praxis so angenehm wie möglich zu gestalten.
  • Habe ein Problem mit meiner Krankenversicherung geklärt. Die Frage war, ob die Kosten für mein TENS-Gerät weiterhin übernommen werden, oder ob ein anderes organisiert werden muss. Zum Glück kann ich mein aktuelles Gerät einfach behalten. Es hat ein paar Tage gedauert, zum zuständigen Sachbearbeiter durchzudringen, und jetzt fühle ich mich ruhiger.
  • Freitag morgen war ich zum Blutabnehmen. Es fällt mir oft schwer, mich an diese Termine zu halten, also bin ich froh, dass das erledigt ist. Die Ergebnisse bekomme ich dann diese Woche.
  • Ebenfalls am Freitag hatte ich den vorletzten Termin bei meinem Psychotherapeuten. Wir haben 2015 begonnen und vieles bearbeitet. Jetzt fühle ich mich aber bereit dazu, alleine weiter zu machen. Wir werden in Kontakt bleiben und uns einmal im Quartal weiterhin sehen.
  • Ich habe ein Rezept bei meiner Schmerzärztin abgeholt und bin sehr dankbar, dass das unkompliziert und schnell über die Bühne ging.
  • Weil die Woche so anstrengend war, war ich am Freitag Nachmittag extrem erleichtert, als ich mit dem Hausputz durch war. Hauptsache, alles erledigt.

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